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Geschrieben von: Administrator
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Dienstag, den 11. Mai 2010 um 14:20 Uhr |
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Als der Verbandstag fast vorbei war, wurde er erst richtig interessant. Die Vereine des Kreishandballverbandes (KHV) Flensburg sind mit der "Poolung" der Schiedsrichterkosten in den kreisübergreifenden Ligen nicht mehr einverstanden. Sie fühlen sich doppelt bestraft - zum einen, weil der KHV in den Regionen Nord-/Nordsee die meisten Schiedsrichter abstellt, zum anderen, weil die Clubs für die hohen Fahrtkosten ihrer Unparteiischen zu Auswärtsspielen in Nordfriesland oder Dithmarschen auch draufzahlen müssen. "Wir sitzen Anfang nächster Woche in Schleswig mit den Vorständen der anderen Verbände zusammen", sagte der wieder gewählte KHV-Vorsitzende Wilfried Tetens und versprach: "Wir werden Tacheles reden."
Die Diskussion in Gang gebracht hatte Ronald Weigelt von Stern Flensburg. Wie viele andere Vereine im Kreisgebiet haben auch die "Sterne" nach Abschluss der Saison die Abrechnung der Schiedsrichterkosten in den kreisübergreifenden Ligen erhalten - und sollen nachzahlen. Weigelt und andere Vereinsvertreter wollen das nicht länger hinnehmen. "Es kann nicht sein, dass wir unsere Schiedsrichter nach Nordfriesland und Dithmarschen schicken, weil dort nicht genügend Unparteiische vorhanden sind, und dann dafür auch noch nachträglich zur Kasse gebeten werden." Tetens zeigte Verständnis für den Standpunkt der Clubs, zumal die abgestellten Unparteiischen bei zu besetzenden Spielen im eigenen Kreis nicht zur Verfügung stehen. "Es muss einen Ausgleich dafür geben, dass wir als KHV Flensburg unsere Schularbeiten gemacht haben und zahlreiche Schiedsrichter ausbilden", sagte der KHV-Vorsitzende. "Wir werden in Schleswig bei der Sitzung mit den anderen Verbänden zum Thema Poolung der Schiedsrichterkosten klare Worte sprechen."
Ansonsten konnte der Verbandstag auf ein überwiegend positives Geschäftsjahr mit sportlichen Erfolgen und vollzogenen Sparmaßnahmen zurückblicken. Das Highlight aus sportlicher Sicht war der Gewinn der deutschen Meisterschaft der SG Oeversee/ Jarplund-Weding bei der weiblichen Jugend A und der SG Flensburg-Handewitt bei der männlichen Jugend B, hob Tetens in seinem Jahresbericht hervor. Auch das Abschneiden der überregional spielenden Teams in der Bundesliga, der 2. Liga und den Regionalligen sei erfreulich gewesen.
Überaus positiv ist die Kassenlage des Verbandes. Mit dazu beigetragen hat die Einsparung der Geschäftsstelle, die am 1. Oktober des vergangenen Jahres aufgelöst wurde und monatlich mit Kosten um die 800 Euro zu Buche schlug. "Die gute Kassenlage erlaubt es uns, einmalig auf die Meldegelder für die Vereine zu verzichten", erklärte Tetens. Ein entsprechender Antrag des Vorstandes, für die Saison 2009/2010 keine Nenngelder zu erheben, wurde - natürlich - einstimmig angenommen.
Der KHV-Vorsitzende bedauerte in seinem Jahresbericht allerdings, dass das ehrenamtliche Engagement nicht überall gewürdigt werde. So wurden dem KHV die seit vielen Jahren zur Verfügung gestellten zwei Freikarten für die Heimspiele der SG Flensburg-Handewitt gestrichen. Auf Anfrage erhielt Tetens zur Begründung, "dass die Mitglieder des KHV Flensburg nicht zu der sozialen Schicht gehören, denen man eine solche Vergünstigung zukommen lasse". Tetens bedauerte zudem, dass die Stadt Flensburg zum Verbandstag keinen Vertreter entsandt hatte.
Bei den anstehenden Wahlen gab es nur eine Veränderung im Vorstand. Zu neuen Schriftwartin für die ausscheidende Sabine Christiansen, die für ihre langjährige Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt wurde, wählten die Delegierten Silke Hartwigsen. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Wilfried Tetens, Kassenwart Kai Lööck, der Frauenwart und Vorsitzende der Spielkommission, Michael Buss, sowie die Beisitzer des Sportgerichts Uwe Nielsen und Peter Mai.
Ehrungen: Volker Eddiks (goldene Ehrennadel), Christa Thoroe und Rüdiger Barg (silberne Ehrennadel), Manuela Winter-Christiansen und Andreas Severin (bronzene Ehrennadel). (Hans-Werner Klünner, Flensburger Tageblatt vom 11.05.2010) |